Kulturrisse 04/2013 ist erschienen! — IG Kultur

Direkt zum Inhalt | Direkt zur Navigation

Benutzerspezifische Werkzeuge
Anmelden

ALLE AUSGABEN

07.01.2014

Kulturrisse 04/2013 ist erschienen!

¡Archiv der Migration, jetzt!

„Trotz ihrer Jahrzehnte langen Präsenz kommt die Geschichte der Migrant_innen in der offiziellen österreichischen Geschichtsschreibung kaum vor.“ So lautete ein programmatischer Satz aus der Projektbeschreibung zur Kampagne Für ein Archiv der Migration, jetzt!, die 2012 im Rahmen des Kulturprojekts WIENWOCHE realisiert wurde. Der in der Folge gegründete Arbeitskreis „Archiv der Migration“ (www.archivdermigration.at) zeichnet auch für den Heftschwerpunkt der nun vorliegenden Kulturrisse-Ausgabe mit verantwortlich.

Eingeleitet wird dieser durch ein Interview mit Mitgliedern des Arbeitskreises, in dessen Rahmen die Forderung nach einem solchen Archiv im österreichischen Kontext erläutert wird. Entwicklungslinien in Richtung dieser Forderung werden im Anschluss daran von Ljubomir Bratić in seinem Beitrag zum Heftschwerpunkt rekonstruiert. Dabei finden unter anderem zwei Ausstellungen Erörterung, die sich in paradigmatischer Form mit Fragen der Subjektivierung bzw. der Autonomie der Migration beschäftigten, nämlich gastarbajteri (Wien 2004) sowie Projekt Migration (Köln 2006). Um Fragen der Repräsentation von Migration im Kontext von Ausstellungen geht es in der Folge auch im Text von Natalie Bayer. Für Deutschland konstatiert die Autorin dabei einen „musealen Aktionismus“, der nach Jahrzehnten der Ausblendung Migration nun in den Fokus rückt – und konfrontiert diesen mit der Frage danach, „wer, wie und über wen im Museum sprechen kann“. Eine ähnlich gelagerte Fragestellung beschäftigt auch Zara S. Pfeiffer in ihrer Auseinandersetzung mit post/kolonialen Archiven am Beispiel des Projekts mapping.postkolonial.net, das in Gestalt einer Stadtkarte Münchens post/koloniale Spuren verfolgt.
Die beiden abschließenden Beiträge zum Heftschwerpunkt thematisieren den Aufbau eines Archivs der Migration ausgehend von archivarischen Praxen in anderen Feldern. So fragt Hannes Sulzenbacher vom QWIEN – Zentrum für schwul/lesbische Kultur und Geschichte danach, was sich aus den hier entwickelten Strategien marginalisierter Geschichtsschreibung für ein Archiv der Migration lernen lässt. Li Gerhalter von der Sammlung Frauennachlässe schließlich beschäftigt sich vor dem Hintergrund ihrer eigenen Arbeitserfahrungen mit praktischen Fragen, die sich im Zusammenhang mit der Etablierung eines Archivs der Migration stellen.

Bestellungen:

Kulturrisse 04/13
„¡Archiv der Migration, jetzt!“

Einzelpreis: 7,00

Bestellung via Email

Die Ausgabe ist auch in folgenden Buchhandlungen erhältlich:

In Wien: a.punkt, Anna Jeller, Leporello, Phil, Walther König (MQ), Winter
In Linz: Lentos Shop
In Berlin: b_books, Pro qm

 
 

Erhältlich in folgenden Buchhandlungen:

  • a.punkt, 1010 Wien
  • Walther König, 1070 MQ
  • Anna Jeller, 1040 Wien
  • Phil, 1060 Wien
  • Leporello, 1010 Wien
  • Lentos, Linz
  • Pro qm, Berlin
  • b_books, Berlin

 

Kulturrisse -

Zeitschrift für radikaldemokratische Kulturpolitik

 

seit 1996

Oppositionen
gegenhegemoniale Konzepte und Unternehmen im zivilgesellschaftlichen Bereich

Kulturpolitiken
kritische Kommentare zu neuesten Entwicklungen der Kulturarbeit, Kulturpolitik, Kulturfinanzierung und der Kulturverwaltung

Kunstpraxen
Schlaglichter auf gelungene künstlerische Interventionen

Kosmopolitiken
Andocken an Diskurse jenseits der Grenzen des Nationalismus

IG KULTUR Österreich
Gumpendorfer Straße 63b
A-1060 Wien