Kulturrisse 04/2012 erschienen — IG Kultur

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22.01.2013

Kulturrisse 04/2012 erschienen

Die Ausgabe der Kulturrisse widmet sich mit Crossing Spaces der Selbstorganisation von Roma, Sinti und Jenischen in Österreich, Deutschland und Spanien.

Wie Simone Schönett in ihrem einleitenden Beitrag zum Heftschwerpunkt der vorliegenden Kulturrisse-Ausgabe zeigt, lässt sich in historischer Perspektive dabei eine Vielzahl von Modellen unterscheiden. Erst in jüngster Zeit jedoch haben hier Fragen der Rechtsförmigkeit und Schriftlichkeit – mitsamt allen damit verbundenen Widersprüchen – an Bedeutung gewonnen. Die Rolle, welche in diesem Zusammenhang selbstproduzierten und -verwalteten Medien zukommt, zeigt im zweiten Beitrag Gilda-Nancy Horvath anhand von Zeitschriften, Fernseh- und Radiosendungen der Roma/Romni-Community in Österreich auf.

Die folgenden Artikel beschäftigen sich ausgehend von drei konkreten Beispielen mit unterschiedlichen Tätigkeitsbereichen hiesiger Selbstorganisationen: Florian Schwanninger verweist in seinem Beitrag über den Verein Ketani in Linz u. a. auf die Bedeutung, welche der Erinnerungspolitik und dem Kampf um Opferentschädigung zukommt. Die Volkshochschule der Burgenländischen Roma führt im Rahmen eines Selbstportraits aus, welche Rolle politische Bildungs- und Kulturarbeit für die Verständigung zwischen Roma/Romni und Nicht-Roma/-Romni spielt. Und Nenad Marinkovic und Gabriele Gerbasits fragen schließlich anhand des antirassistischen EU-Kultur-Kooperationsprojekts Romanistan, an dem das Roma Kulturzentrum Wien sowie Projektpartner in Berlin und Barcelona beteiligt sind, nach dem Sinn und Zweck von (internationaler) Vernetzungsarbeit.

Die beiden letzten Beiträge des Heftschwerpunkts nehmen sich „Beispiele guter Praxis“ aus anderen Ländern vor: So macht André J. Raatzsch Kai Dikhas, eine Galerie für zeitgenössische Kunst der Sinti und Roma in Berlin, zum Gegenstand einer Auseinandersetzung mit Fragen der auf gesellschaftliche Veränderung zielenden Kunst- und Kulturvermittlung. Pedro Aguilera Cortés wiederum fragt mit Blick auf die Organisationsformen von Roma und Romni in Spanien danach, inwiefern sich diese in politisch-strategischer Hinsicht als Neue Soziale Bewegung fassen lassen.

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Erhältlich in folgenden Buchhandlungen:

  • a.punkt, 1010 Wien
  • Walther König, 1070 MQ
  • Anna Jeller, 1040 Wien
  • Phil, 1060 Wien
  • Leporello, 1010 Wien
  • Lentos, Linz
  • Pro qm, Berlin
  • b_books, Berlin

 

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