Gott verhüte Österreich — IG Kultur

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Gott verhüte Österreich

Kulturrisse 04/2004

Im so genannten Jubiläumsjahr 2005 steht Österreich ein gewaltiger Schub an Selbstinszenierung, Geschichtsverzerrung, an Opfermythen und chauvinistischen Identitätskonstruktionen ins Haus. Ein Vorsorge-Paket stemmt sich gegen die rot-weiß-rote Propaganda, reflektiert antinationale-Strategien und debattiert die Wirkungsmacht dissidenter Aktionsformen.

VorRisse

VorRisse

Martin Wassermair
Oppositionen

Was es werden muß, weil es das war.

Marlene Streeruwitz Die Kinder von damals. Die Kinder vom Tag der Fahne und den Heldengedenkfeiern der 50er Jahre. Sie halten nun selber die Reden. Werden das im nächsten Jahr tun.
Oppositionen

Diskursive Interventionen. Zum Kampf um eine adäquate antinationale Positionierung

Ljubomir Bratic Wir stehen vor dem Problem, eine antinationale Position zu definieren, und zwar heute, wo sich viele linke Positionen angesichts der neoliberalen Welle als durch und durch national erweisen. Wie kann diese Analyse auf das heruntergebrochen werden, was sich als Plattform gegen das offizielle Jubiläumsjahr entwickelt?
Oppositionen

Heimatdienst in Dolby Surround. Das Jubiläumsjahr 2005 als Hegemonial-Spektakel der ÖVP

Martin Wassermair Bonapartismus, mediale Macht und Selbstherrlichkeit kennzeichnen rechts-konservative Regierungen in ganz Europa. Österreich bildet hier keine Ausnahme. Im fünften Jahr der schwarz-blauen Umbauarbeiten an der politischen Kultur ist die Republik fest im Würgegriff der ÖVP.
Oppositionen

Öberdösis ÖÖÖ

Tina Leisch 2005 wird die Nation gefeiert. Damit das möglich ist, muss man vergessen, dass Nationen Konstrukte sind und nicht danach fragen, wozu sie eigentlich dienen. Derweilen ist gerade die Geschichte des österreichischen Nationalphantasmas ein Lehrstück dafür, wie nationale Selbstdefinition als Effekt momentanen Opportunismus’ entstehen kann.
Oppositionen

60 Jahre Schüssel. Die Regierung feiert sich, und die Opposition feiert die Regierung

Oliver Marchart und Nora Sternfeld Das Jubiläumsjahr wird die beste Gelegenheit, bislang schon in der nationalen Erzählung unterdrückte oder marginalisierte Geschichten mit der patriotischen Standardgeschichtsversion endgültig zu überschreiben. Die Regierung wird sich dabei der medialen Patriotismusmaschine ORF plus Kronen-Zeitung bedienen, die sich ja immer schon als eigentliche Bewahrer der nationalen Identität verstanden haben
Oppositionen

Republik Österreich 2 in Frühpension? Gruß zu einem "Jubiläum" namens Halbes Jahrhundert

Burghart Schmidt Österreichs Jubiläum eines halben Jahrhunderts aus zweiter Republik? Dazu kann man nur Glossen reißen. Klar, dass die regierenden Parteien das Jubilare dazu benützen werden, um den Eindruck zu erwecken, als hätten sie den Staat voll und ganz in ihr Eigentum übernommen.
Katjuschas Statement

America in my mind

Boris Buden katjuschas statement: eine kanakin + ein tschusch ... = diskursive stalinorgel
Katjuschas Statement

Und nochmals vier

Hito Steyerl katjuschas statement: eine kanakin + ein tschusch ... = diskursive stalinorgel
Kulturpolitiken

Die feudale Demokratie. Ein kleiner Ausschnitt aus der Wiener Kulturpolitik der Gegenwart

Juliane Alton Der Wiener Bürgermeister und der Wiener Kulturstadtrat sind eigentlich an Regeln gebunden, wenn es darum geht, Steuermittel in Form von Subventionen und Förderungen zu vergeben. In der Realität sieht es mitunter ganz anders aus, wie aktuelle Beispiele zeigen.
Kulturpolitiken

Kulturpolitik in Salzburg Stadt. Peitsche, Zuckerbrot, Peitsche?

Peter Riegersperger Man erfuhr es aus der Zeitung: Salzburgs Bürgermeister, Finanzreferent und Kulturressortleiter Heinz Schaden plant massive Einschnitte im Kulturbudget. Durch den Finanzausgleich fehlten der Stadt rund 6 Millionen Euro im Haushalt 2005, da werde auch die Kultur einen Beitrag leisten müssen.
Kulturpolitiken

In Räumen träumen! Statt Träume räumen!

Emma G. Es gibt kein Außerhalb der Macht, keinen Ort, der frei von Herrschaft ist. Unterdrückungsmechanismen spielen sich in unseren alltäglichen Beziehungen ab. Deshalb ist es eine wichtige politische Handlung, sich selbst in den Herrschaftsbeziehungen zu suchen und die eigenen Verhaltensmuster zu ändern.
Kulturpolitiken

Constitutional Cultures vs. Constituting Cultural Policies. Ein Kommentar zum "Vertrag über eine Verfassung für Europa" aus kulturpolitischer Sicht

Markus Griesser Wohnen wir derzeit auf europäischer Ebene tatsächlich einem "Nation Building"-Prozess bei, in dessen Verlauf der verfassungsgebende Akt den Abschluss einer entscheidenden Phase markiert? Wenn ja, dann wird die Frage der so genannten "Zivilgesellschaft" und mithin auch jene der Kultur zukünftig verstärkt auf der Agenda der Europäischen Union zu finden sein.
Kulturpolitiken

subtitle: Kulturproduktion von Minderheiten zwischen Ethnisierung und Politik

Kien Nghi Ha Während kulturelle Selbstinszenierungen von People of Color in den USA, Großbritannien und Frankreich schon seit längerer Zeit medial vermittelt werden, haben migrantische Gruppen erst in den letzten Jahren einen etwas größeren Zugang in das Kulturleben deutschsprachiger Einwanderungsgesellschaften erhalten.
Kulturpolitiken

Zur Legitimität der öffentlichen Kunstfinanzierung

Tasos Zembylas Gerade weil die Verteilungsungleichheit manchen gerechtfertigt, anderen hingegen unbegründet erscheint, bleibt der Rekurs auf die Verfahrensgerechtigkeit als möglicher gemeinsamer Bezugspunkt.
 
 

Erhältlich in folgenden Buchhandlungen:

  • a.punkt, 1010 Wien
  • Walther König, 1070 MQ
  • Anna Jeller, 1040 Wien
  • Phil, 1060 Wien
  • Leporello, 1010 Wien
  • Lentos, Linz
  • Pro qm, Berlin
  • b_books, Berlin

 

Kulturrisse -

Zeitschrift für radikaldemokratische Kulturpolitik

 

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gegenhegemoniale Konzepte und Unternehmen im zivilgesellschaftlichen Bereich

Kulturpolitiken
kritische Kommentare zu neuesten Entwicklungen der Kulturarbeit, Kulturpolitik, Kulturfinanzierung und der Kulturverwaltung

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Schlaglichter auf gelungene künstlerische Interventionen

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