Kunst und Gewalt — IG Kultur

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Kunst und Gewalt

Kulturrisse 04/2002

Der letzte Aufruf Franz Moraks in der schwarzblauen Periode galt der "Kunst gegen Gewalt". Das Thema "Kunst und Gewalt hat mit deren Bedingungen und Wechselwirkungen zu tun, die sich der kritischen Betrachtung offenbar weniger eindeutig erschließen als dem Kunststaatssekretär. Dass dieser sich als gelehriger Schüler seines Chefs und Fachmann für Wenden erweist, zeigt eine Erweiterung des Schwerpunktes um die Neuwahlen 2002.

VorRisse

VorRisse

Gerald Raunig
Oppositionen

Das Licht kommt von links. Zu den möglichen Beziehungen zwischen Kunst und Gewalt

Patricia Köstring Wendet sich die Kunst gegen die Gewalt, scheint alles klar: Kunst gegen Gewalt eint die Kunstrichtungen, eint auch Phänomene und Formen der Gewalt. Die Kunst tritt auf, verrichtet einen Dienst, ihren moralischen Auftrag, macht - als gestaltende bürgerliche Waffe - das Böse nieder. Oder zumindest darauf aufmerksam. Was folgt nach dem geordneten Stellung beziehen?
Oppositionen

Die Macht des Gewaltdiskurses

Dario Azzellini & Oliver Ressler In der hegemonialen Gewaltdebatte wird völlig ausgeklammert, dass umfassendere soziale Konflikte immer von gewaltsamen Auseinandersetzungen begleitet wurden und zu historischen Prozessen fast zwangsläufig dazu gehören. Die Gewaltfrage dient in erster Linie der Spaltung und somit Schwächung von sozialen Bewegungen.
Oppositionen

Kommunikationsguerilla. Transversalität im Alltag?

autonome a.f.r.i.k.a. gruppe Das Umfeld der globalen Proteste schafft einen eigenen sozialen Raum in Form einer aktivistischen Subkultur, die nationale Grenzen überschreitet und sich über vielfache digitale und leibliche Vernetzung konstituiert. Manchmal scheint es, als sei die Vernetzung selbst und die Beherrschung ihrer Werkzeuge (noch) das wichtigste Resultat dieser Bewegung.
Oppositionen

Eröffnungen eröffnen. Deutschbauer und Spring wiederholen sich.

Interview mit Gerald Raunig Servicekünstler Deutschbauer und Spring geben im Gespräch mit Gerald Raunig bereitwillig Auskunft über ihre diversen affirmativen Projekte in Wort, Schrift und Bild, betreiben Selbstexegese und Apologie, schließlich auch bezüglich ihrer Kollaboration mit Kurator-Kurator Franz Morak in dessen Reihe "Kunst gegen Gewalt".
Fokus

Die Faust im Nacken. Kulturpolitik als strukturelle Gewalt

Elisabeth Mayerhofer, Monika Mokre, Paul Stepan Zusammengefasst: die blauschwarze Kulturpolitik war Repression plus nichts. Dieses Ergebnis entspricht exakt dem, was sich von Anfang an erwarten ließ. Diese Regierung ist angetreten, um uns das kleinste aller Defizite zu ermöglichen, nämlich das 0-Defizit. Sie ist angetreten, um die Steuern und die Staatsausgaben zu senken, um im Interesse der Wirtschaft zu handeln.
Kulturpolitiken

Die Wende verwinden

Jacques Le Rider Jetzt hat sich diese kleine Koalition wegen der übergroßen Destruktivität des Herrn Haider selbst zerstört. Nach ihrem Sturz sehen die großen politischen Scheusale immer wie lächerliche Vogelscheuchen aus. Hatte man 2000 die Gefahr übertrieben? Nein, ich glaube nicht.
Kulturpolitiken

Franz Moraks Berlusconisierung der Kulturpolitik in Österreich

Martin Wassermair Europa hat sich spürbar gewandelt. Extrem rechtes Gedankengut macht immer mehr Schule und findet Eingang in die Kulturpolitik der Regierenden. Franz Morak zählt zu deren Pionieren, auch wenn er nur allzu gerne von sich behauptet, als Kabinettsmitglied in der Allianz mit der FPÖ für Kunst und Kultur bisher nur Gutes getan zu haben.
Kulturpolitiken

Kärntner Verhältnisse. Kulturpolitischer Skandal größten Ausmaßes

Nužej Tolmajer Der Beschluss des Kärntner Landtags, fünf sogenannten Heimatverbänden eine jährliche Basisförderung aus dem Kulturbudget des Landes zu gewähren, ist ein Beleg für die Tendenziosität der Kärntner Kulturpolitik. Die politischen Aktivitäten dieser Organisationen haben mit Kultur nichts zu tun.
Kulturpolitiken

McCarthyismus auf österreichisch. Der Realitätsverlust der ÖVP in der Euroteam-Affäre

Karl Parks FPÖ und mehr noch die ÖVP haben aktiv versucht, ihr nicht genehmes gesellschaftliches Engagement zu skandalisieren, aktive Menschen einzuschüchtern, zu diffamieren und letztlich auch - glücklicherweise ohne Erfolg - zu kriminalisieren. Der Euroteam-Untersuchungsausschuss ist Symbol für eine eigenartige Mischung aus Frauenfeindlichkeit, Hinterwäldlertum, Bösartigkeit, Hang zur Selbstinszenierung und Realitätsverlust.
Kulturpolitiken

Die Forderungspakete der Wahlpartie

Die Wahlpartie ist keine Partei, keine Gruppe und kein Verein, sondern eine Kampagne anlässlich der Nationalratswahlen 2002.
Kunstpraxen

Hirschhorns Wurst

Michaela Pöschl Kritik heißt Kampf um die Vormachtstellung. Für die Vormachtstellung innerhalb des symbolischen Feldes wird mit den Waffen des Avantgarde-Künstlers gekämpft, der Wurst, die satt macht. Der Schweizer Künstler Thomas Hirschhorn hat für für die Documenta11 das Bataille-Monument konzipiert. Es besteht eine Parallele zur Strategie der historischen Avantgarde, sich durch das Benutzen ausgegrenzter, "armer" Gesellschaftsschichten in der Hierarchie kultureller Produktion als Künstler ganz oben zu platzieren.
Kunstpraxen

theater als handlungsraum

Claudia Bosse/theatercombinat das theatercombinat wurde ende 1996 in berlin gegründet. aus abscheu gegen die durch subventionsgeber und institutionen vorgegeben zeitökonomien, die die möglichen prozesse in ihren grenzen vorbestimmen.
Kunstpraxen

Intervention zum Wahlrecht. Den allmänna Opinionen, Kulturhuset

Wolfgang Zinggl In demokratischen Staaten werden Regierungen nach dem Willen des Volkes gebildet. Als "Wille des Volkes" gilt, wofür eine Mehrheit votiert. Drücken die Ergebnisse solcher Wahlen aber tatsächlich aus, was sich die Menschen von der Politik ihres Landes erwarten, ist mit einem Kreuz "für" eine Partei beispielsweise berücksichtigt, was sie nicht wollen?
Kosmopolitiken

Das Dunkle Zeitalter - Neue Medien und die Krise der Demokratie

Konrad Becker Die Kontrolle der gesellschaftlich-technologischen Entwicklung liegt in den Händen technokratischer Eliten, schlecht informierter Bürokraten und obskurer, aber aggressiver Lobbyisten. Es erscheint daher notwendig, Rahmenbedingungen zur Sicherung des digitalen öffentlichen Raum zu erkämpfen.
Kosmopolitiken

Vorliebnehmen mit Pragmatismus? Kultur in der Debatte über die Zukunft Europas

Therese Kaufmann Seit Bestehen der EU und mit einer gewissen Dynamisierung seit den frühen 90ern gibt es eine kontinuierliche Entwicklung hin zu einer stärkeren Herausbildung Europäischer Kulturpolitiken. Es ist wichtig, Position zu beziehen in Bezug auf die Entscheidungsprozesse, die bestimmen, welche Richtung diese weitere Entwicklung nehmen wird.
 
 

Erhältlich in folgenden Buchhandlungen:

  • a.punkt, 1010 Wien
  • Walther König, 1070 MQ
  • Anna Jeller, 1040 Wien
  • Phil, 1060 Wien
  • Leporello, 1010 Wien
  • Lentos, Linz
  • Pro qm, Berlin
  • b_books, Berlin

 

Kulturrisse -

Zeitschrift für radikaldemokratische Kulturpolitik

 

seit 1996

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gegenhegemoniale Konzepte und Unternehmen im zivilgesellschaftlichen Bereich

Kulturpolitiken
kritische Kommentare zu neuesten Entwicklungen der Kulturarbeit, Kulturpolitik, Kulturfinanzierung und der Kulturverwaltung

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Schlaglichter auf gelungene künstlerische Interventionen

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Andocken an Diskurse jenseits der Grenzen des Nationalismus

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