Politischer Anti-Antisemitismus — IG Kultur

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Politischer Anti-Antisemitismus

Kulturrisse 03/2005

Antisemitismen treten in unterschiedlicher Form und verschiedenartigen Zusammenhängen auf. Kulturpolitische Gegenstrategien müssen daher der strukturellen Reproduktion im rechten wie auch im linken politischen Spektrum kritisch Rechnung tragen.

VorRisse

VorRisse

Stefan Nowotny
Oppositionen

Irgendwie anders? Geschlechterkonstruktionen und performativer Antisemitismus

A.G.GENDER-KILLER Berlin Die Artikulation von Differenz, Fremdheit oder "Andersheit" ist zumeist auch die Artikulation von Geschlecht – das gilt ebenso für den Antisemitismus. Die Analyse von Antisemitismus kann daher nicht ohne die Kategorie Geschlecht auskommen.
Oppositionen

Queere Allianzen und Dissonanzen

Marty Huber MigrantInnen und Lesben, Schwule und Transgenders als bunter Aufputz, der schließlich der Normalität einer weißen, heterosexuellen, männlichen und christlichen Hegemonie dienlich ist. Wie aber steht es um das Projekt eines politischen Anti-Antisemitismus, und was kann ein queerer Blickwinkel zu diesem beitragen?
Oppositionen

Antisemitische Semantik im öffentlich-rechtlichen Kossuth Rádió Ungarns

Magdalena Marsovszky Ungarns Kulturpolitik unterliegt ein – je nach Einstellung der Regierungen unterschiedlich ausgeprägter – nationalistischer Kulturbegriff, dessen Basis das romantische Ideal der Nation und ein ethnischer Volksbegriff bilden. In Ungarn wird der Antisemitismus vielfach mit dem antisemitischen Begriff "Judenfrage" oder "jüdische Frage" umschrieben, so z.B. auch in den öffentlich-rechtlichen Medien.
Oppositionen

Zum Antisemitismus und Rassismus marginalisierter Gruppen

Alexander Ari Joskowicz Klassifiziert werden Antisemitismen meist entlang ganz bestimmter wiederkehrender Bezeichnungen: So ist die Rede von rechtsextremen, linken, muslimischen oder schlicht "neuen" Antisemitismen. Mit dieser Klassifizierungs- und Zuordnungsweise ist jedoch eine ganz entscheidende Problematik verbunden.
Oppositionen

Politik unter Ausschluss der Politik. Zur Auslagerung und Depolitisierung des Kampfes gegen Antisemitismus

Nora Sternfeld Inwieweit lässt sich der Kampf gegen Antisemitismus so formieren und formulieren, dass er nicht bloß aus dem Antisemitismus abgeleitet werden kann – nämlich eben als politische Handlung? Wenn man also dabei auf eine Politisierung abzielt, kommt man nicht um die politischen AkteurInnen herum.
Oppositionen

Was heißt: politischer Anti-Antisemitismus?

Stefan Nowotny Man hat sich heute vielfach daran gewöhnt, Antisemitismen und Rassismen unter ideologie- oder kulturanalytischen Gesichtspunkten zu untersuchen. Es macht einen wesentlichen Unterschied, ob sich Antisemitismen als "rein ideologisches" Phänomen manifestieren oder aber in Gestalt der Nürnberger Rassengesetze oder der Novemberpogrome von 1938 – und diesen Unterschied gilt es zu denken.
Katjuschas Statement

Von der Roten Armee befreit

Boris Buden katjuschas statement: eine kanakin + ein tschusch ... = diskursive stalinorgel
Katjuschas Statement

Zwickmühle des Gedenkens

Hito Steyerl katjuschas statement: eine kanakin + ein tschusch ... = diskursive stalinorgel
Kulturpolitiken

Die Ausstellung als Ort der Macht. "Österreich ist frei" auf der Schallaburg

Ljubomir Bratic Jede Ausstellung ist auch ein Ort des Wissens, ein Ort, wo gemeinsam Wissen angeeignet und somit verallgemeinert wird, ein Ort zur mentalen Strukturierung der BesucherInnen. Das Museum und die Ausstellung wurden zu Orten der Macht, und diese Tradition ist diejenige, innerhalb derer auch wir uns befinden.
Kulturpolitiken

Linz zwischen Ars Electronica und Kulturhauptstadt. Cornelia Sollfrank im Gespräch

Aileen Derieg und Gerald Raunig befragten die in Hamburg lebende Künstlerin, Autorin und Netzwerkerin Cornelia Sollfrank nicht nur zur Linzer Personalpolitik, sondern allgemein zur Entwicklung der Ars Electronica sowie zu Fragen der Linzer Kulturpolitik.
Kulturpolitiken

Paternalismus und Ökonomisierung. Das Linzer Lentos unter Beschuss neoliberal-sozialdemokratischer Kulturpolitik

Andrea Hummer und Gerald Raunig Konsequent weitergedacht wäre die Reduzierung der Kulturpolitik auf Förderung von und medialer Forderung nach großen Namen im Gegensatz zum wissenschaftlichen und Bildungsauftrag von Museen eine Politik der bewussten Verdummung.
Kulturpolitiken

Privatisiert und eingestampft! Österreichs Geschichtspolitik ist mit der Staatsvertragsausstellung im Belvedere um eine Schmierenposse reicher

Martin Wassermair Mit der Staatsvertragsausstellung im Belvedere ist Österreichs Kultur- und Geschichtspolitik um eine Schmierenposse reicher. Die kritische Vermittlungsbroschüre für Jugendliche wurde auf Betreiben eines privaten Konsortiums kurzerhand vernichtet.
Kulturpolitiken

Tu Felix Austria Nube!

Tina Leisch Wir weisen das Ministerium für Wahrheit darauf hin, es möge schleunigst den Leitsatz der Habsburgermonarchie aus den Geschichtsbüchern löschen, da er geeignet ist, zur Lächerlichmachung heutiger fremdenpolizeilicher Vorgehensweisen verwendet zu werden.
Kunstpraxen

Blasted into peaces. Eine virtuelle Kuh-Entführung als Drama in vier Akten

Lisa Mayr Eine Gruppe Unbekannter brachte im Mai 2005 eine Kuh in ihre Gewalt und bezeichnete diese fortan als ihre "politische Gefangene". Die Entführer forderten ein öffentliches Schuldbekenntnis von Bundeskanzler Schüssel und ORF-Intendantin Lindner, "die österreichische Bevölkerung im Jahr 2005 mit Geschichtslügen in die Irre geführt und nationalistisch verhetzt" zu haben.
Kosmopolitiken

Aufmüpfig, aufsässig und autonom. EuroMayday 2005

Lisl Steger Am 1. Mai 2005 war es so weit: die erste EuroMayday Parade hat sich ereignet. Im Nachklang und Weiterdenken dieser wieder angeeigneten Form des Protests gegen die inzwischen massive Abwertung der Welt und des öffentlichen Auftretens für soziale Rechte für alle entstand dieser Text.
Kosmopolitiken

Der europäische Tsunami

Monika Mokre Panik herrscht in Europa. PolitikerInnen sind ratlos. Die Zukunft ist ungewiss. Die Stimmung erinnert an die nach einer Naturkatastrophe, ein Tsunami ist über das europäische Einigungswerk hereingebrochen. Diese schwere Erschütterung wurde durch die Entscheidung der europäischen oder, präziser: einiger europäischer BürgerInnen gegen ein Dokument hervorgerufen, gegen den europäischen Verfassungsvertrag.
Kosmopolitiken

Ein Bolivarianischer Prozess für Europa! Konstituierende Macht und der Neustart der Europäischen Verfassung

Gerald Raunig Volksabstimmungen sind schon in einfacheren Fragen selten eine wirkliche Befragung des Volkes im wörtlichen Sinn. Wie im Fall von Wahlkampagnen geht es hier selten um die Herstellung von Öffentlichkeit im Sinne ausgedehnter öffentlicher Diskussion in vielfältigen kleinen Zirkeln, sondern meist um die Homogenisierung der öffentlichen Meinung, um das Klotzen im massenmedialen Zirkus, das dann an den Stammtischen multipliziert wird.
 
 

Erhältlich in folgenden Buchhandlungen:

  • a.punkt, 1010 Wien
  • Walther König, 1070 MQ
  • Anna Jeller, 1040 Wien
  • Phil, 1060 Wien
  • Leporello, 1010 Wien
  • Lentos, Linz
  • Pro qm, Berlin
  • b_books, Berlin

 

Kulturrisse -

Zeitschrift für radikaldemokratische Kulturpolitik

 

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gegenhegemoniale Konzepte und Unternehmen im zivilgesellschaftlichen Bereich

Kulturpolitiken
kritische Kommentare zu neuesten Entwicklungen der Kulturarbeit, Kulturpolitik, Kulturfinanzierung und der Kulturverwaltung

Kunstpraxen
Schlaglichter auf gelungene künstlerische Interventionen

Kosmopolitiken
Andocken an Diskurse jenseits der Grenzen des Nationalismus

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