Guten Morgen, Gewerkschaft — IG Kultur

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Guten Morgen, Gewerkschaft

Kulturrisse 03/2002

Pierre Bourdieu hat sich in Bezug auf die Rolle Österreichs im Kampf gegen die neoliberale Globalisierung geirrt. Während dem Vormarsch der radikalen Rechtspopulismen anderswo wenigstens gewerkschaftlich einigermaßen massiv entgegnet wurde, erwiesen sich die Gewerkschaften in Österreich nicht einmal als Papier-Tiger.

VorRisse

VorRisse

Gerald Raunig
Oppositionen

The Union makes us strong? Zum Dauerschlaf des ÖGB nach der Rückkehr des Klassenfeinds

Oliver Marchart Wer glaubt, die von der rechtsradikalen Wende in Europa von der Macht geschwemmten sozialdemokratischen Parteien würden jetzt die Opposition nutzen, um wieder zu einer linken Position zu finden, wird derzeit eines besseren belehrt. Österreich, das Musterland des normalisierten Rechtsradikalismus, bietet auch für sozialdemokratische Hilflosigkeit das beste Beispiel.
Oppositionen

Es war einmal in einem Reifenwerk ... Bericht über das Totalversagen sozialpartnerschaftlicher Interessenvertretung

Martin Birkner Es gibt für das Dilemma des "österreichischen Weges" kaum ein "besseres" Beispiel als den Untergang des Semperit-Werkes: Stellvertreterpolitik par excellence, Ruhighaltung der ArbeiterInnen, nationalistisches Agieren, Verhindern von Kampfmaßnahmen um jeden Preis.
Oppositionen

Aus nächster Nähe fern. Ein Rückblick auf drei Jahrzehnte nicht verwirklichter gewerkschaftlicher Autorenorganisation in Österreich

Gerhard Ruiss Im Zweifelsfall wird die Gewerkschaft die staatstragende Einigung mit der Regierung suchen. Die inzwischen in allen Kunstsparten entstandenen Berufs- und Interessenvertretungen bleiben dann auf sich selbst angewiesen. Zumindest ist die Gewerkschaft in dieser Legislaturperiode bei keiner einschneidenden Maßnahme der Regierung auf dem Sektor Kunst und Kultur mit einer Gegeninitiative aufgefallen.
Oppositionen

Neuer Spirit für den ÖGB? Managementphilosophien, ArbeitskraftunternehmerInnen und der Change-Prozess des ÖGB

Melina Klaus Lange Zeit waren Frauen, MigrantInnen, ... wie auch ein Gutteil ihrer Beschäftigungsverhältnisse für die Gewerkschaft als Agentin des inländischen Normal-, also Vollzeit-Arbeiters nichts anderes als eine Randerscheinung. Erst jetzt, da Prekarität den Bereich des "exotischen", den Bereich der KünstlerInnen, TherapeutInnen und den Bereich des eher marginalisierten, den Bereich der Reinigungskräfte, PflegerInnen oder anderer DienstleisterInnen verlässt, erwacht der schlafende Riese langsam.
Oppositionen

Gewerkschaften im Nebel des Zukunftspluralismus - Reißt ihn ein neuer Maschinensturm auf? Oder: William Turner als Realist, "Arbeiterführer" als Romantiker

Burghart Schmidt Die Gewerkschaften, so wie sie institutionell bestehen in unserer Gesellschaft, machen die einzigen erprobten Notbremsen des Gesellschaftsprozesses aus. Und wer möchte ohne geprüfte Notbremsen fahren? Sie dürfen nicht demontiert werden.
Kulturpolitiken

Glückshormone im Parlament. Viel Spaß mit dem Ehrenamtspass

Udo Danielczyk 2001, im internationalen Jahr der Freiwilligen, durften acht Arbeitskreise eines Nationalkomitees Maßnahmen zur Verbesserung der Situation ehrenamtlich Tätiger in Österreich ausarbeiten. In diesem Rahmen wurde auch über Form und Sinn eines Ehrenamtspasses diskutiert.
Kulturpolitiken

Zur Neugründung des Tanzquartier Wien - eine Zwischenbilanz

Sigrid Gareis Die politisch ambitionierte Neugründung einer Institution wie des Tanzquartier Wien, des ersten Tanz- und Performancehauses Österreichs, kann sich nicht geräuschlos vollziehen. Zu groß sind die Ängste und Projektionen gegenüber einem entstehenden Gebilde, das als Novum seine Position in einer sich über Jahre kaum verändernden, gleichsam zementierten Subventionslandschaft behauptet.
Kulturpolitiken

Neuer Wein in alten Schläuchen. Wechsel im Vorstand der IG Kultur Österreich

Gabi Gerbasits Bei der Generalversammlung der IG Kultur Österreich am 30. April 2002 wurde ein neuer Vorstand gewählt. Jede neue Vorstandsperiode setzt auch neue Akzente, die von den persönlichen Voraussetzungen und Prioritäten der handelnden Personen abhängen.
Kulturpolitiken

Collateral Damage. Franz Moraks Kulturpolitik setzt auf die Vorbildwirkung von Schwarzenegger-Filmen

Martin Wassermair Alleine im Frühjahr 2002 wird das reale Schadensausmaß der bisherigen medienpolitischen Maßnahmen im Kulturbereich immer deutlicher. Mit einer weiteren Radikalisierung muss gerechnet werden.
Fokus

Young Creatives: Unterversicherte Nomaden

Elisabeth Mayerhofer, Monika Mokre Welche Interessen stehen nun aber hinter der allgemeinen Begeisterung für die Neuen Selbstständigen? Sind es wirklich die der "Young Creatives", die ihre Kreativität nicht durch Sozialversicherung und regelmäßige Lohnzahlungen fesseln lassen möchten? Wohl nicht.
Kunstpraxen

"Schwere Sachbeschädigung oder notwendige Ergänzung eines gefälschten Zitats?" Eine künstlerische Intervention wider das Vergessen und Verstecken von Vergangenheit in Österreich.

Daniela Koweindl Eine künstlerische Intervention an der Gedenktafel für Theodor Herzl erregt in Salzburg die Gemüter. Den Künstlern drohen bis zu 3 Jahren Haft. Dabei könnte sich ihre Arbeit als ein unübersehbares und im öffentlichen Raum dokumentiertes Bekenntnis Salzburgs zu Meinungsvielfalt und einem kritischen Umgang mit Geschichte erweisen.
Kunstpraxen

"I am from Aus ria" - Nobody Georg P. Thomann und die Große Diplomatie

Andreas L. Findeisen Was hat der österreichische Künstler Georg Paul Thomann als Protagonist in der Taipeiausgabe der TIMES zu suchen, in einem hochpolitisierten, dem tatsächlichen Krieg nahen Kontext?
Kunstpraxen

Rudolf Leopold. Portrait eines Sammlers

Francesca Drechsler Rudolf Leopold ist eine herausragende Sammlerpersönlichkeit. Seine Kennerschaft wird in Österreich hoch gelobt, illustrieren lässt sie sich vielleicht durch seinen Ausspruch, Juden hätten Egger-Lienz nicht gesammelt. Er wäre ihnen zu bäurisch gewesen.
 
 

Erhältlich in folgenden Buchhandlungen:

  • a.punkt, 1010 Wien
  • Walther König, 1070 MQ
  • Anna Jeller, 1040 Wien
  • Phil, 1060 Wien
  • Leporello, 1010 Wien
  • Lentos, Linz
  • Pro qm, Berlin
  • b_books, Berlin

 

Kulturrisse -

Zeitschrift für radikaldemokratische Kulturpolitik

 

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gegenhegemoniale Konzepte und Unternehmen im zivilgesellschaftlichen Bereich

Kulturpolitiken
kritische Kommentare zu neuesten Entwicklungen der Kulturarbeit, Kulturpolitik, Kulturfinanzierung und der Kulturverwaltung

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Schlaglichter auf gelungene künstlerische Interventionen

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