EuroMayDay 005. mächtig prekär — IG Kultur

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EuroMayDay 005. mächtig prekär

Kulturrisse 02/2005

Der Mayday ist eine Mobilisierungsform, die auf horizontaler Ebene ganz unterschiedliche Gruppen in einer neuartigen Allianzenbildung versammelt. Er fordert das Recht auf soziale Rechte - bei selbstbestimmter Flexibilität. Einkommenskontinuität bei Diskontinuitäten von Aufenthaltsort und/oder Erwerbsarbeit! Gleiche Rechte für alle!

VorRisse

VorRisse

Oppositionen

MAYDAY, MAYDAY! Flex Workers, PreCogs und das europäische Prekariat

Alex Foti Der Neoliberalismus ist seit zwei Jahrzehnten zuallererst ein System der Prekarisierung von Arbeit und der Auflösung von gewerkschaftlicher Organisierung des urbanen und suburbanen Lebens. Dieser Prozess hat eine prekäre, von grundlegenden sozialen Rechten beraubte Existenzform nach sich gezogen.
Oppositionen

Eine performative Bewegung

Paolo Virno Seit Seattle gleicht die globale Bewegung einer Batterie, die nur zur Hälfte funktioniert: Sie lädt sich zwar ständig auf, ohne jedoch zu wissen, auf welche Weise und in welchen Zusammenhängen sie die angestaute Energie einsetzen soll.
Oppositionen

Arbeit Wissen Prekarität

Franco Berardi Bifo Eine Erfahrung der Kämpfe der vergangenen Jahre ist, dass die Kämpfe der prekarisierten ArbeiterInnen keine Zyklen ergeben. Die fraktalisierte Arbeit mag sich da und dort erheben, das bewirkt aber noch lange keine Protestwelle.
Oppositionen

Unsicherheit für alle? Informalisierung und Prekarisierung von Arbeit als Ausdrucksformen der Globalisierung von Unsicherheit

Birgit Mahnkopf Durch das Alternieren zwischen Beschäftigung und Erwerbslosigkeit, Überarbeitung und Unterbeschäftigung, erzwungener räumlicher Mobilität und prekärer Sesshaftigkeit wird Sicherheit zu einer bestenfalls temporären Erfahrung. Mentalitätsprägend aber wird eine "Kultur des Zufalls", die viele Ähnlichkeiten mit der des Pauperismus im 18. und 19. Jahrhundert aufweist.
Oppositionen

Das Primat der Eingeborenen. Zur Prekärität der MigrantInnen

Ljubomir Bratic Eine der Gruppen, an denen die Prekäritätsverhältnisse in allen ihren Facetten ausprobiert und umgesetzt wurden, sind die MigrantInnen. Der Nationalstaat ist ein Bereich, wo von Anfang an klar ist, dass die Eingeborenen ein Primat haben.
Oppositionen

Sans-Papiers: Extremzonen der Prekarität

Stefan Nowotny Wir sollten, um die Figur der Sans-Papiers zu verstehen, zweierlei nicht übersehen: Zum einen ist sie in ihrer gegenwärtigen Form zwar relativ neu, aber doch nicht ohne Geschichte. In Europa selbst sind indessen ganze Wirtschaftszweige ohne die Arbeit von Sans-Papiers kaum mehr überlebensfähig
Oppositionen

Geschlechterverhältnisse als produktive Ressource. Zur Prekarisierung der Arbeit

Alexandra Weiss Der neoliberale Staat als maskuliner Staat begriffen werden, der Fraueninteressen, -bedürfnisse und -arbeit wieder privatisiert und entpolitisiert. Die Verdrängung des Prinzips der Gleichheit als grundlegender gesellschaftlicher Wert ist ein Verlust, den es rückgängig zu machen gilt
Oppositionen

Precarius labor et stuprum corporis. Prekarität und die bezahlte sexuelle Dienstleistung

Luzenir Caixeta Die Prekarisierung von Arbeitsverhältnissen ist ein Produkt sowohl diskursiver als auch rechtlicher und wirtschaftlicher Faktoren. Bezahlte sexuelle Dienstleistung ist vom aktuellen Kontext der Globalisierung sowie von prekären Arbeitsverhältnissen stark beeinflusst und großteils Ergebnis der vielfältigen Umgestaltung des Produktionsprozesses in postfordistischen Gesellschaften.
Katjuschas Statement

Der Sternenhimmel über mir und das Gesetz der Flexibilität in mir

Boris Buden katjuschas statement: eine kanakin + ein tschusch ... = diskursive stalinorgel
Katjuschas Statement

Red Lion und Pink Pussy

Hito Steyerl katjuschas statement: eine kanakin + ein tschusch ... = diskursive stalinorgel
Kulturpolitiken

Intermittents du spectacle. Zur sozialen Absicherung nicht nur der Kulturarbeit

Précaires Associés de Paris Die Diskontinuität, die früher allein der Welt des Kulturbetriebs inhärent war, ist zum Los aller geworden, sie gibt der Verkettung der kurzen Zeiten der warenförmigen Verwertung durch die Unternehmen sowie der langen Zeiten der Produktion von Reichtümern Ausdruck.
Kulturpolitiken

Freie WissenschafterInnen und KünstlerInnen: Avantgarde des flexibilisierten Arbeitsmarktes

Andrea Ellmeier Angekommen in einer Wirtschafts-Wissensgesellschaft ist es heute tatsächlich höchste Zeit, dass sich diese immer mehr werdenden kulturellen ArbeitskraftunternehmerInnen stärker für eine gemeinsame Vertretung ihrer Interessen engagieren.
Kulturpolitiken

Schlüsselkinder - Studieren zwischen Praktikum und Prekarität

Linda Kreuzer Der Übergang vom Bildungs- ins Beschäftigungssystem gestaltet sich nämlich immer weniger als Umstieg. Der Übergang zur Vollzeitarbeit zerfließt im Becken der "Erprobungsphase", welche durch Praktika, Teilzeitarbeit und befristete Werkverträge der willigen ArbeitnehmerInnen in unverblümter Weise zeigt, wer die/der BittstellerIn ist.
Kulturpolitiken

Der Erfolg gibt einem Land Recht? Wien ist anders, Graz darf alles, aber Oberösterreich bleibt besser

Andre Zogholy und Stefan Haslinger Der primäre Wille jeder Macht ist die Machtausübung, der Machtausbau oder zumindest der Machterhalt. Und all das macht die ÖVP in Oberösterreich. Und dafür haben sie sich mit den Grünen einen Partner ins Boot geholt, von dem sie sich sicher waren, dass dies längerfristig funktionieren kann.
Kulturpolitiken

Prekäre Räume

Ljubomir Bratic Der Wille zur Ordnung ist ein starkes Motiv, und im Stuwerviertel findet er seinen Durchbruch. Kurz: wenn die Illegalisierten gejagt werden, heißt das auch, dass SIE das Problem sind und nicht das dahinter stehende Reglement, das zur Illegalisierung führt.
Kulturpolitiken

Recht auf soziale Rechte: Rien pour nous, tout pour tous!

Daniela Koweindl Seit mindestens einem halben Jahrhundert kämpfen KünstlerInnen um eine KünstlerInnensozialversicherung in Österreich. Nur, warum eigentlich? Warum eine eigene Sozialversicherung für KünstlerInnen? Weil KünstlerInnen sich in prekären Arbeitssituationen befinden? Klar, doch damit stehen sie nicht alleine da.
Kulturpolitiken

Profis der Nation. k.u.u.g.e.l.-Masterplan für Österreich

k.u.u.g.e.l. Die politische Klasse Österreichs mit ihren versteinerten Strukturen und dem nach wie vor wuchernden Parteienfilz weigert sich bislang hartnäckig, die Krise zur Kenntnis zu nehmen. Das Innsbrucker ExpertInnenkollektiv k.u.u.g.e.l. hat deshalb den Entschluss gefasst, dieser untragbaren Situation nicht mehr länger untätig beiwohnen zu wollen.
 
 

Erhältlich in folgenden Buchhandlungen:

  • a.punkt, 1010 Wien
  • Walther König, 1070 MQ
  • Anna Jeller, 1040 Wien
  • Phil, 1060 Wien
  • Leporello, 1010 Wien
  • Lentos, Linz
  • Pro qm, Berlin
  • b_books, Berlin

 

Kulturrisse -

Zeitschrift für radikaldemokratische Kulturpolitik

 

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