Public Art Policies — IG Kultur

Direkt zum Inhalt | Direkt zur Navigation

Benutzerspezifische Werkzeuge
Anmelden

ALLE AUSGABEN

 

Public Art Policies

Kulturrisse 01/2005

Was ist "Kunst im öffentlichen Raum"? Repräsentation durch Kunst am Bau oder vielmehr eine Strategie zur Schaffung, Ausdehnung und Pluralisierung von Öffentlichkeit? Eine modellhafte Versuchsanordnung zu verschiedensten Politikbereichen wie Stadtentwicklung, Gender oder Migration? Auf alle Fälle aber eine interessante Herausforderung an die Kulturpolitik und ihre Instrumentarien, Programme und Strukturen.

VorRisse

VorRisse

Therese Kaufmann
Oppositionen

Eingeklemmt. Zwischen politischer Kunstöffentlichkeit und öffentlicher Kunstpolizei

Oliver Marchart Betrachtet man Funktion und Rolle der Kulturinstitutionen aus gesellschaftsanalytischer Perspektive, wird man feststellen, dass sie sich mit der Opposition zu den Apparaten staatlicher Verwaltung wohl deshalb schwer tun, weil sie selbst Staatsapparate sind.
Oppositionen

Zwischen Aufbruch und Abbruch. Eine kurze Geschichte Hamburger Kunstprojekte im öffentlichen Raum

Rahel Puffert Hamburg hat neben Bremen ein eigenes Budget für Kunstprojekte im öffentlichen Raum eingerichtet und genießt nach wie vor eine Vorreiterstellung im deutschsprachigen Raum. Dass KünstlerInnen sich unabhängig von der Kunst-am-Bau-Regelung Orte für ihre Projekte suchen können, ist nach wie vor eine Ausnahme.
Oppositionen

Arbeit am Acker

Anne Katrin Feßler Wieder einmal wird das Feld für Kunst im öffentlichen Raum bestellt. Der neue Fonds in Wien vergibt 800.000 Euro, und schon lässt die Reaktion der Kunstöffentlichkeit nicht auf sich warten. Ein Blick auf das Urbarmachen urbaner Förderungen.
Oppositionen

Hundstrümmerl und Opferbild. Zur visuellen Repräsentation von (Gewalt gegen) Frauen im Wiener Stadtraum

Michaela Pöschl Die Bezeichnung "Angsträume der Frauen" verortet "das Problem" eindeutig auf Seiten der Frauen. Sie haben ein Problem, sie brauchen Sicherheitsmaßnahmen und Frauenkunst, und der Staat eilt mit Sicherheitskonzepten zu Hilfe. Dabei wird mit der Frau als zu beschützendem Gut operiert und daraus moralische Handlungsfähigkeit abgeleitet.
Oppositionen

Supermarkt und Sonnenpyramide. "Kulturpolitik" in San Juán Teotihuacán, Mexiko

Jens Kastner Als im Jahr 2002 in Oaxaca die Eröffnung einer Fastfood-Filiale von McDonald's verhindert werden konnte, kursierte ein Mobilisierungsplakat, das auf einer Fotomontage den charakteristischen gelben Doppelbogen des Fastfoodkonzerns auf den Ruinen von Monte Albán zeigte. Unter dem Bild stand zu lesen: "Die nächsten Filialen". Die Satire wurde von der Realität überholt.
Katjuschas Statement

Mit Samt, Stein oder Blei

Boris Buden katjuschas statement: eine kanakin + ein tschusch ... = diskursive stalinorgel
Katjuschas Statement

Schieß auf den Kuchen!

Hito Steyerl katjuschas statement: eine kanakin + ein tschusch ... = diskursive stalinorgel
Kulturpolitiken

display your dissent! Der Kampf um die Bilder im Gedankenjahr 2005

Martin Wassermair 2005 dient Bundeskanzler Schüssel ganz wesentlich zum Machterhalt. Dass dies dem öffentlichen Interesse zuwider läuft, wird nicht vom ORF zu erfahren sein. Es wird daher bei der Entwicklung von Gegenstrategien an zentraler Stelle daran zu denken sein, sich der Produktion von Bildern selber anzunehmen.
Kulturpolitiken

Fernsehen zum Auf- und Abdrehen

Barbara Eppensteiner Im Herbst 2005 startet in Wien das erste ganz andere Fernsehen Österreichs. Interessierte aus allen kulturellen und gesellschaftlichen Bereichen werden die Berichterstattung über ihre eigenen Themen selbst in die Hand nehmen.
Kulturpolitiken

Steirische Kulturpolitik im Zeichen des allseitigen Duckmäusertums

Jörg Vogeltanz Die so genannte Freie Szene der Steiermark begnügte sich damit, Kulturpolitik zu betreiben, erschöpfte sich in kulturpersonellen Debatten und damit, sich öffentlichkeitswirksam zu entpolitisieren.
Kulturpolitiken

Cultural Peacekeeping. Die neue Sicherheitskultur

Konrad Becker Ausgelöst von einer Serie internationaler Sicherheitsbedrohungen treten wir in eine neue Ära globaler hegemonialer Instrumentalisierung von Kultur. Die reale Dominanz in der Informationssphäre bedarf einer Instrumentalisierung von Kultur, Kunst und Ideologie, um Kritik und Widerstände zu dämpfen.
Kulturpolitiken

Freifach Musik

Rosa Reitsamer Die Sprache, die für einen Dialog zwischen MigrantInnen und MehrheitsösterreicherInnen notwendig ist, kann nicht von der Tatsache absehen, dass durch den Multikulti-Wahnsinn World Music für den Westen zu einem gewinnträchtigen Marketingkonzept wurde.
Kulturpolitiken

Euro-MayDay05 Wien: PrekarierInnen aller Länder...

Markus Griesser Der MayDay soll ein grundsätzlich offener politischer Raum sein, in dem sich verschiedene Realitäten ausdrücken und kombinieren und in dem über die Prekarisierung der Lebensbedingungen als Artikulierungsachse der Kämpfe gearbeitet wird.
Fokus

Security, Veiligheit, Sicherheit

Elisabeth Mayerhofer, Paul Stepan Der Kunstplatz Karlsplatz, an dem sich einige Zeit lang Hoffnungen auf eine Zone für kritischen Kultur- und Mediendiskurs festmachten, bekommt Kunstschanigärten und ein neues Lichtkonzept, damit seine Säuberung von jeglichem Wildwuchs als konzertierter Erfolg von Stadtgartenamt und Sicherheitspolizeigesetz angemessen sichtbar wird.
Kunstpraxen

Öffentliche Stimme im Zeichen des dekonstruktiven Subjekts. Ein Beitrag zu kulturellem Erbe und Österreich 2005

Sabine Kock Innerhalb der frühen Frauenbewegung bildete das historisch nachholende Erobern eines öffentlichen Subjektstatus ein zentrales Anliegen der Autorschaft von Frauen und ihrer literarischen Konzeptionen. Literatur von engagierten Autorinnen wurde als wichtiges Medium im öffentlichen Selbstverständigungsprozess auch politisch aufgewertet.
Kunstpraxen

Debord als Antideutscher. Eine Tagung zur Situationistischen Internationale in Wien

Jens Kastner Anfang Februar 2005 fand in Wien ein Symposium zu "Guy Debord und die Situationistische Internationale" statt. Bereits der Eröffnungsvortrag gab die Richtung vor: Den Marxismus Debords als kritische Theorie der Gesellschaft nutzbar zu machen.
Kosmopolitiken

World-Information City. Die indische IT-Metropole Bangalore ist Schauplatz eines World-Information.Org-Projekts

Wolfgang Sützl Bangaloring wurde zum Synonym für das Auslagern der low end-Tätigkeiten der Informationsgesellschaft. Wie kaum anderswo werden in Bangalore aber auch die Dysfunktionen einer vor-informationellen Kritik deutlich, treten die Synkretismen einer nach-ideologischen politischen Verfasstheit hervor. Die Garden City als Global City.
Kosmopolitiken

Nach dem Nordatlantik. Für eine Euro-Mittelmeer-Union

Dieter Lesage Die Vorstellung, dass Regionen eine Identität haben oder dass ein Territorium über eine wohldefinierte kulturelle Identität verfügen muss, ist ein sowohl auf innerstaatlicher als auch auf supranationaler regionaler Ebene weit verbreitetes, starres Denkmuster. Hier gilt es, auf die Ambiguität des politischen Konzepts der Region zu verweisen.
Kosmopolitiken

Von Künstlern und Skifahrern: Der Skandal um Hirschhorns "Swiss-Swiss Democracy"

Felix Stalder Anfang Dezember 2004 sorgte Thomas Hirschhorn, der Star der jungen Schweizer Kunstszene, für einen Skandal. Seine Ausstellung "Swiss-Swiss Democracy" zeigte Folterbilder aus dem irakischen Abu Ghraib Gefängnis mit Emblemen der Schweizer Gründungskantone und mit dem Slogan "I love democracy". Die Schweiz bewegte daraufhin die brisante politische Frage : Wo sind die Grenzen der direkten Demokratie?
 
 

Erhältlich in folgenden Buchhandlungen:

  • a.punkt, 1010 Wien
  • Walther König, 1070 MQ
  • Anna Jeller, 1040 Wien
  • Phil, 1060 Wien
  • Leporello, 1010 Wien
  • Lentos, Linz
  • Pro qm, Berlin
  • b_books, Berlin

 

Kulturrisse -

Zeitschrift für radikaldemokratische Kulturpolitik

 

seit 1996

Oppositionen
gegenhegemoniale Konzepte und Unternehmen im zivilgesellschaftlichen Bereich

Kulturpolitiken
kritische Kommentare zu neuesten Entwicklungen der Kulturarbeit, Kulturpolitik, Kulturfinanzierung und der Kulturverwaltung

Kunstpraxen
Schlaglichter auf gelungene künstlerische Interventionen

Kosmopolitiken
Andocken an Diskurse jenseits der Grenzen des Nationalismus

IG KULTUR Österreich
Gumpendorfer Straße 63b
A-1060 Wien