Gott behüte Österreich — IG Kultur

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Gott behüte Österreich

Kulturrisse 01/2003

Mit dem zunehmenden Machtgewinn der ÖVP sind zwei Schlagworte ganz nach oben gerückt: Österreich und Gott. Auch die diskursiven Kontexte dieser Begriffe verfestigen sich zusehends und beginnen nun die Attacke auf alles, was die Autorität des Göttlich/Heimatlichen in Frage stellt.

VorRisse

VorRisse

Gerald Raunig
Oppositionen

Österreich, schau auf deinen Schilling und behüte den lieben Gott! Kulturpolitische Rückschau auf ein Erfolgsrezept der ÖVP

Martin Wassermair Wer die ÖVP von heute verstehen möchte, ist gut beraten, sich neugierig in ihren Anfängen umzusehen. Wer die konservative Kulturpolitik der Gegenwart zu ergründen sucht, kommt um die Rückschau gar nicht erst herum.
Oppositionen

Ein Haus für die Heimat

Karin Liebhart Die großzügige Förderung für das "Haus der Heimat" bei gleichzeitiger Kürzung der Subventionen für zahlreiche Kulturinitiativen ist symptomatisch für eine Kulturpolitik unter dem Zeichen der "Wende", die in diesem Fall jedoch nicht nur von ÖVP/FPÖ getragen wird.
Oppositionen

Statt Wende kam die Kippe. Aussichten nach einem 2 1/2 jährigen Österreich-Ausflug

Burghart Schmidt Die Salesianer haben früh das erste Konzept entwickelt für liberal-tolerante Internationalisierung durch Ethnologie. Vielleicht startet von dorther die dritte Mission gegen die bornierte Wirtschaftsdogmatik Schüssels und Grassers für Österreich. Sonst zwar keine Wende, die müsste sich unmittelbar erfahrbar ausweisen, aber eine Kippe.
Oppositionen

Die Macht des Glaubens. Fakegodess. Echt. Fernsehtauglich audiovisuell reproduzierbar.

Tina Leisch und Leonardo Kovacevic Es waren nicht die WählerInnen, die bei der letzten Wahl Schüssel und die ÖVP zum Erfolg geführt hatten, erfuhr man, sondern: Gott. Mehr als 200 Jahre, nachdem das Gottesgnadentum in Europa der Guillotine zum Opfer fiel, lassen Schüssel, Rauch-Kallat und Kollegen es wieder auferstehen.
Katjuschas Statement

Der lange Flug des Genossen Engel

Boris Buden katjuschas statement: eine kanakin + ein tschusch ... = diskursive stalinorgel
Katjuschas Statement

Politische Pataphysik

Hito Steyerl katjuschas statement: eine kanakin + ein tschusch ... = diskursive stalinorgel
Kulturpolitiken

Willkommen in Disneybruck. Kultur braucht Raum - auch in Tirols Landeshauptstadt!

Sylvia Riedmann Die Forderung der jungen Kunst- und Kulturszene nach Raum in Innsbruck ist zum symbolischen Element in der politischen Auseinandersetzung mit der verknöcherten Innsbrucker Politik geworden. Die Kratzer am scheinbar ehernen Gewand der bestehenden hegemonialen Dominanz sind zu offensichtlich, der Bruch mit ihr zu deutlich.
Kulturpolitiken

Aschermittwoch ist immer. Eine Zwischenbilanz über eine kulturpolitische Initiative

Gerhard Marschall Der von der FPÖ erhobene Vorwurf, Kulturvereine würden sich zu Aschermittwoch in die Politik einmischen, war richtig und zugleich lächerlich. Dass sich Parteien anmaßen, von anderen absolute politische Keuschheit zu verlangen, sich selbst aber jede Parteilichkeit genehmigen, ist eine der vielen österreichischen Sonderbarkeiten.
Kulturpolitiken

"... die Arbeit funktioniert."

Pierangelo Maset Das Kunstsystem legitimiert seine Existenz in einer ökonomisierten Gesellschaft durch Leistung und Wertbildung. Dabei sind auch die antithetischen Positionen gefragt.
Kulturpolitiken

Prekäre Arbeitsverhältnisse für alle? Kunst, Kultur, Wissenschaft als (negative) Avantgarde (alt-)neuer (Erwerbs)Arbeitsverhältnisse oder "Selbständig waren wir ja schon immer"

Andrea Ellmeier Der Zusammenbruch der New Economy-Märkte änderte gar nichts am zuvor herausgebildeten Anforderungsprofil für Jobsuchende im kreativen Sektor - nein, vielmehr begannen sich seither die an die Medien- und KulturarbeiterInnen, an die sogeannten "Kreativen", an Content-LieferantInnen herangetragenen Anforderungen auf immer mehr gesellschaftliche Bereiche auszudehnen.
Kulturpolitiken

Dienst und Leistung. Personalentwicklung für "creative industries"

Andrea Knobloch Das Schatzkästlein Kunst - als beigestellter Zierat vielseitig verwendbar, ob es sich nun um Kochkunst, Gartenkunst, Lebenskunst oder eben die "Kunst der Selbständigkeit" handelt - wird durch das Zauberwort "Dienstleistung" für eine kommerzielle Realisierung innerhalb der sogenannten Kulturwirtschaft bzw. den "Creative Industries" erschlossen.
Kulturpolitiken

Kultur und GATS: Von der Notwendigkeit des Öffentlichen

Therese Kaufmann, Urban Regensburger Kultur ist nicht nur "öffentliches Gut", sondern schafft auch Öffentlichkeiten. Nun stehen die GATS-Verträge als Bedrohung im Raum. Wo bleibt die Position der österreichischen Regierung? Wie findet die öffentliche Debatte dazu statt und worüber wird konkret diskutiert?
 
 

Erhältlich in folgenden Buchhandlungen:

  • a.punkt, 1010 Wien
  • Walther König, 1070 MQ
  • Anna Jeller, 1040 Wien
  • Phil, 1060 Wien
  • Leporello, 1010 Wien
  • Lentos, Linz
  • Pro qm, Berlin
  • b_books, Berlin

 

Kulturrisse -

Zeitschrift für radikaldemokratische Kulturpolitik

 

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kritische Kommentare zu neuesten Entwicklungen der Kulturarbeit, Kulturpolitik, Kulturfinanzierung und der Kulturverwaltung

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